Als Grundidee gilt es, talentierte Jugendfußballspieler zu fördern.
Diese Förderung soll neben dem Vereinstraining und dem eventuell stattfindenden Stützpunkt- oder Auswahltraining laufen und in mehreren Formen durchgeführt werden.
Es kann – je nach Bedarf – als Einzeltraining oder Training in kleineren Gruppen mit zwei oder mehreren Spielern stattfinden.
Das Training wird von erfahrenen Lizenz-Trainern vorbereitet, gestaltet und durchgeführt.
Durch dieses intensive Einzeltraining, die ständige fachmännische Beobachtung bei der Ausführung der Trainingseinheiten und der pädagogischen Betreuung werden Lernziele wesentlich schneller und nachhaltiger umgesetzt.
Gefördert werden soll das persönliche Talent, die fußballerischen Fähig- und Fertigkeiten, die Lernbereitschaft, die Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeit und – falls notwendig - die schulischen Leistungen.
Es ist angedacht die Spieler zu analysieren und aufgrund der Analysedaten einen Trainingsplan für zwei Jahre zu erstellen. Gezielt soll hierbei auf die Schwächen eingegangen werden, die sich bei den ersten Beobachtungen, Trainings, Gesprächen und Tests ergeben haben.
Hier steht eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern im Vordergrund, da man focussiert Inhalte trainiert, die ein Vereinstrainer mit der kompletten Mannschaft nicht umsetzen kann. Es ist also eine Unterstützung und Entlastung für die Vereinstrainer. Es ist nicht Ziel oder Inhalt der Talentförderung, den Spieler von seinem jetzigen Verein in einen anderen Verein wechseln zu lassen. In diesem Alter soll die Förderung parallel zum Verein laufen und ein regelmäßiger Austausch zwischen den Trainern stattfinden.
Im fußballspezifischen Teil der Förderung sollen die Spieler unter anderem ausgebildet werden:
-in ihrer Bewegung und im Bewegungsrhythmus ( Motorik )
-im Umgang mit dem Ball ( Dribblings, Jonglieren, Timing, Schusskraft, Schusstechnik usw. )
-spezielles Training für den „schwachen Fuß“
-Sprungkraft und –technik ( eventuell auch schon Kopfballtraining )
-Hüftdrehstoß, Seitfallzieher und Fallrückzieher
-Standartsituationen ( Strafstoß, Freistoß, Einwurf, Eckstoß )
-Tacklings, Zweikampfverhalten usw. ( auch verletzungsfreies Abrollen )
-Grundschnelligkeit, Schnellkraft, Kondition
-Regelkunde und Taktik
-und andere
Das Training ist völlig individuell nach Absprache mit den Familien zu planen. Es kann an festen Tagen ein bis zwei Mal pro Woche für je 1,5 bis 2 Stunden stattfinden, aber auch ein Mal alle 14 Tage – je nach Notwendigkeit, Trainingszielen und –inhalten.
Durch den eventuell hohen Zeitaufwand für das Fußballtraining ( Verein, Auswahlmannschaft oder Stützpunkt, sportbetonte Schule und Talentförderprogramm ) und die weitere Beschneidung der Freizeit des Kindes sollte der Spaß und die Freude beim Training Priorität haben.
Erfahrungen zeigen, dass einige Jugendliche in diesem Alter von den Ansprüchen überfordert sind und der hohen Belastung nicht auf Dauer standhalten können. Sie verlieren ihre Lust auf das Fußballspielen, bauen in ihrer Leistung ab und hören teilweise ganz auf mit diesem Sport.
Bei diesem Talentförderprogramm werden auch andere Sportarten beim Training gespielt, um den Kindern den Spaß am Fußball zu erhalten und ihnen auch dadurch ihre Freizeit nicht ganz zu nehmen. Speziell stehen Schwimmen, Eishockey und Basketball auf dem Plan. Hierbei treffen die zu fördernden Kinder beim Training aufeinander und „toben“ sich als Gruppe ( mit einem individuell angestrebten Lerneffekt – zum Beispiel Sprungkraft und Sprungtechnik beim Basketball ) aus.
Auch eine schulische Unterstützung durch Nachhilfe oder Förderunterricht kann gegeben werden, da einige Talente durch die schulischen Probleme „Zwangspausen“ von den Eltern auferlegt bekommen. Durch diese „Zwangspausen“ vom Fußball kann es dazu kommen, dass der Spieler in seinen Fähigkeiten nachlässt und nach der Pause den Anschluss an die „Konkurrenz“ nicht wieder findet.
Dieses soll durch das Angebot der Nachhilfe verhindert werden.
So wird darauf geachtet, dass das „Gesamtpaket“ stimmig ist. Es kann also durchaus sein, dass der Besuch eines Bundesligaspieles auf dem Programm steht, oder ein Treffen mit einem Fußball-Profi, damit man Fragen stellen kann und Erfahrungen mitgeteilt bekommt.
Angestrebt wird durch das intensive Einzeltraining, dass die talentierten Spieler im jüngeren B-Junioren-Alter zu Sichtungstrainings von Bundesligavereinen gebracht werden.
Dort sollen sie ihre Fähigkeiten mit Gleichaltrigen auf hohem Niveau messen können und unbezahlbare Erfahrungen sammeln ( und austauschen ).
Ferner wird ihnen dadurch auch die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren und die Trainer und Scouts solcher Vereine kennen zu lernen.
Es ist nicht primäres Ziel die Spieler in diesem Alter an die Bundesligavereine zu vermitteln!